Ein weit verbreitetes Muster bei weiblichen Führungskräften ist der hohe Anspruch an sich selbst. Alles soll gut durchdacht sein, Entscheidungen sollen möglichst alle Perspektiven berücksichtigen, Fehler werden oft persönlich genommen. Dieser Perfektionismus entsteht nicht aus Schwäche, sondern aus Verantwortungsbewusstsein – wird aber schnell zur Belastung.
Eine weibliche Führungskraft muss nicht alles richtig machen, um wirksam zu sein. Führung lebt nicht von Perfektion, sondern von Klarheit, Präsenz und Lernbereitschaft. Wer sich erlaubt, nicht immer die perfekte Antwort zu haben, gewinnt an Authentizität und Vertrauen.
Gerade im Gesundheitswesen und in sozialen Organisationen zeigt sich, wie wertvoll eine menschliche, reflektierte Führung ist. Weibliche Führungskräfte bringen hier oft eine besondere Sensibilität mit – vorausgesetzt, sie stehen zu ihr, statt sie zu relativieren.